 |
Regeln für Elektronenkonfigurationen
Ich wünschte mir, Sie täten nicht mehr so geheimnisvoll und würden mir die "Regeln" erklären, von denen Sie ständig reden.
Das wollte ich gerade tun. Ich muss dich aber warnen, dass die Regeln dir vielleicht etwas willkürlich erscheinen werden, und ich kann dir keine zufriedenstellende Erklärung dafür geben. Zum einen, weil ich dir eine Menge komplizierter Mathematik ersparen will, und zum andern, weil die Natur eben so ist, wie sie ist. Ich bitte dich nur, mir zu glauben, dass diese ganze Zahlenakrobatik sich aus einer komplexen mathematischen Theorie ergibt und dass sie in vielen Experimenten bestätigt wurde.
Ich kann dir, wenn du willst, etwas über Quantenzahlen erzählen; sie bilden eine Grundlage, um diese Regeln auf eine quantitative Art zu verstehen. |
|
Ich glaube, für den Moment reicht es, wenn Sie mir erzählen, wie man diese Elektronenanordnungen, die Sie mir gezeigt haben, verstehen kann.
Das will ich gerne tun. Zunächst mal hattest du Recht, als du angenommen hast, dass all diese farbigen Zeilen in dem Diagramm den "Hauptenergieniveaus" entsprechen, sie werden daher auch häufig primäre Energieniveaus genannt. Gewöhnlich bedeutet eine höhere Zeilennummer eine höhere Energie, und die Energieabstände zwischen den Zeilen können sehr viel größer sein als die Abstände zwischen z.B. s und p.
Werden Sie mir jemals erklären, was s und p bedeuten?
Das werde ich sofort tun. Wie du vermutet hast, bedeuten die Spalten s, p und d kleinere "Unterniveaus" der Hauptzeilen..
Wieso nennt man sie dann nicht einfach A, B und C, oder nach irgendeinem anderen, ansatzweise logischen Muster?
Dies ist eine etwas archaische Notation, die ihre Wurzeln in der Spektroskopie des neunzehnten Jahrhunderts hat ziemlich dumm, aber man ist dabei geblieben. Ich kann dir sagen, dass s für "scharf", p für "primär" und d für "diffus (verschwommen)" steht diese Bezeichnungen beziehen sich auf das Aussehen von verschiedenen Serien von Spektrallinien. Die nächste heißt f, für "fundamental"; und glücklicherweise werden die dann folgenden Unterniveaus alphabetisch weiter nummeriert: g, h, u.s.w. |
|
|