Laptop-Bildschirme
Es gibt ein paar zusätzliche physikalische Prinzipien, die bestimmen, wie ein Bildschirm für einen tragbaren Computer (Laptop) funktioniert. Du solltest vielleicht erst etwas über Polarisation lernen oder deine Kenntnisse auffrischen, bevor du mit diesem Abschnitt hier anfängst. |
Bleibt irgendetwas von dem, was ich beim Fernsehbildschirm gelernt habe, auch für einen Laptop-Bildschirm gültig?
Die ganzen Dinge über Farbwahrnehmung sind natürlich gleich. Das heißt, das Bild, das du auf dem Laptop-Bildschirm siehst, ist wieder aus vielen roten, grünen und blauen Pünktchen zusammengesetzt.

Also ist die Rückseite meines Laptop-Bildschirms auch mit Phosphor beschichtet!
Nein, hier liegt genau der Unterschied. Bei einem Laptop-Bildschirm ist jedes "Pünktchen" tatsächlich ein kleines Bauelement anstelle eines Leuchtphosphors.

Ein "Pixel" besteht aus 3 "Zellen".
Was meinen Sie mit ein "kleines Bauelement"?
Man nennt das eine "Zelle." Stell dir den Laptop-Bildschirm als eine Menge solcher kleiner Zellen vor. Weißes Licht kommt von der Rückseite des Bildschirms, geht durch jede der Zellen hindurch und kommt aus der Bildschirmoberfläche heraus auf dich zu. Am Ende jeder Zelle geht das Licht durch einen roten, grünen oder blauen Filter, sodass die Zelle in der jeweiligen Farbe erscheint. Ein "Trio" aus einer roten, einer grünen und einer blauen Zelle zusammen stellt ein Pixel dar. Die Farbe von jedem Pixel wird durch die Helligkeit der drei Zellen bestimmt.
Also ist jede Zelle wie ein Fleck Leuchtphosphor. Aber wie wird die Helligkeit einer Zelle geregelt? Beim Fernsehen wurde die Helligkeit durch den Elektronenstrahl, der auf den Phosphor trifft, bestimmt. Ich wette, in einem Laptop hat das was mit den Flüssigkristallen zu tun!
Vollkommen richtig! Aber bevor wir Flüssigkristalle besprechen, müssen wir uns an ein paar Dinge über Polarisation erinnern. Weißt du noch, was passiert, wenn unpolarisiertes Licht erst durch einen vertikal polarisierenden Filter und dann durch einen horizontal polarisierenden geht?
Ja, es wird komplett abgeblockt. Aber wir könnten einen Polarisationsfilter dazwischen benutzen, um das Licht zu "verdrehen", sodass etwas davon durch kommt.
Das ist richtig. Ganz ähnlich kann ein Flüssigkristallelement die Polarisationsrichtung des Lichtes verdrehen, sodass es durch den zweiten Polarisationsfilter kommt. Aber wenn wir ein elektrisches Feld anlegen, dreht der Flüssigkristall das Licht nicht mehr, und dann wird es abgeblockt. In diesem Experiment leuchtet der Schirm gelb, wenn der Strom "an" ist.
Moment mal... wir schalten das Signal an, und die Zelle wird dunkel? Das ist ganz schön verwirrend. Ich habe so viele Fragen! Erst mal, wie funktioniert dieses Flüssigkristallelement?
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