Flüssigkristalle
Ich fange mal ganz am Anfang an, indem ich erkläre, was genau ein Flüssigkristall ist: Das ist ein Stoff, der sich zum Teil wie eine Flüssigkeit und zum Teil wie ein Festkörper verhält. Wenn du ihn anfassen würdest, so würde er sich schleimig und seifig anfühlen tatsächlich ist der Schmier, den man am Boden einer Seifenschale findet, nichts anderes als ein richtiger Flüssigkristall, eigentlich nicht sehr verschieden von dem Material in einem Laptop-Bildschirm. |
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Eine sehr lebensnahe Beschreibung aber ich verstehe nicht ganz, wie etwas gleichzeitig eine Flüssigkeit und ein Festkörper sein kann. |
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Nun, kannst du den Unterschied zwischen einer Flüssigkeit und einem Festkörper beschreiben, in Bezug darauf, wie ihre Moleküle sich verhalten? |
Na klar. In einer Flüssigkeit schwappen die Moleküle alle irgendwie zufällig rum, ohne feste Position. In einem Festkörper sind die Moleküle ziemlich fest miteinander verbunden, und es gibt (jedenfalls in den meisten Festkörpern) eine Art regelmäßige Struktur, ein Muster, in dem sie angeordnet sind.
Das ist genau richtig. Der Ausdruck "Kristall" bezieht sich auf Materialien, die diese Art von geordnetem Aufbau haben. Nun, in einem Flüssigkristall sind wie in einer gewöhnlichen Flüssigkeit die Positionen der Moleküle nicht sehr regelmäßig geordnet.
OK...und wo kommt nun der Kristall ins Spiel?
Was einen Flüssigkristall von einer gewöhnlichen Flüssigkeit unterscheidet, ist die Form der Moleküle: sie sind lang und dünn, wie Pommes Frites. Obwohl die Positionen der Moleküle zufällig sind, können sie sich in einem regelmäßigen Muster ausrichten und das produziert die geordnete Struktur eines Flüssigkristalls. |
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