Physics 2000 Einstein's Legacy Microwave Ovens

Wasserdampf und Eis

Was ist denn mit Wasserdampf in einer Mikrowelle?

Sowohl in flüssigem als auch in gasförmigem Wasser können sich die Moleküle frei umherbewegen. Allerdings ist die Dichte eines Gases so viel niedriger als die einer Flüssigkeit, dass es nicht zu viel Erwärmung kommen kann. Für Dämpfung braucht man Nachbarn.

Oh, deshalb wird die Luft im Mikrowellenherd nicht heiß!

Und Eis sollte sich schnell erwärmen, weil Festkörper eine große Dichte haben.

Das mit der Dichte stimmt schon, aber die kristalline Struktur von Eis hält die Moleküle an ihrem Platz fest, sodass sie ihre Orientierung nicht verändern können. Und keine Bewegung bedeutet...

Keine Bewegung bedeutet keine Reibung. Aber ich kann doch ein tiefgefrorenes Fischstäbchen in der Mikrowelle kochen. Was stimmt da nicht?

Nun, meistens kann ein Mikrowellenherd tiefgefrorene Lebensmittel nicht sehr gut aufwärmen (es können zum Beispiel innen drin gefrorene Stellen übrig bleiben.) Man braucht eben flüssiges Wasser, damit es zur Aufheizung kommen kann. Irgendwann taut die Oberfläche des Essens auf, und mit diesem Wasser kann man dann den gefrorenen Rest aufwärmen. Der "Auftauen"-Knopf ist genau dafür gemacht.

Ich hab immer gedacht, das sei bloß eine Stufe besonders niedriger Leistung.

Nicht ganz. Dabei geht es nicht einfach nur um niedrige Leistung, sondern die Mikrowelle wird regelmäßig an- und ausgeschaltet. Normalerweise gibt es immer etwas flüssiges Wasser auf der Eisoberfläche. Die Mikrowellenpulse erwärmen dieses Wasser, lassen der Wärme aber auch Zeit, sich im Essen auszubreiten, bevor weiter erwärmt wird.



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