Bohr'sches Atommodell
Um das Rätsel der Spektrallinien zu lösen, ersann Bohr ein radikal neues Atommodell, in welchem Elektronen um einen Kern kreisen.
Das scheint mir nicht sehr neu zu sein. Wir haben schon gesehen, wie Elektronen um einen positiv geladenen Kern kreisen können.
Ja, aber um die charakteristischen Farben zu erklären, ersann Bohr eine außergewöhnliche Regel: Die Elektronen dürfen sich nur auf "speziellen" Bahnen bewegen. Alle anderen Bahnen sind einfach nicht möglich. Die Elektronen dürfen von jeder dieser speziellen Bahnen auf eine andere "springen", aber jedesmal, wenn sie springen, so "wackeln" sie ein bisschen... |
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Und das würde Strahlung erzeugen!
Versuch mal, auf die verschiedenen Bahnen in dem Atommodell unten zu klicken, um zu sehen, wie das passiert.
Hey, wenn ich auf eine kleine Bahn klicke, schießt ein kleines farbiges Schlängelchen heraus, aber wenn ich auf eine größere Bahn klicke, so kommt ein Schlängelchen heran und stößt das Elektron irgendwie hinauf.
Diese Schlängelchen sind kleine Lichtblitze (elektromagnetische Energie). Wir nennen sie Photonen.
Aber als wir früher mit den Bahnen gespielt haben, sahen wir, dass jede Bahn und jede Geschwindigkeit möglich sind. Es ergibt doch keinen Sinn, anzunehmen, dass nur gewisse Bahnen "erlaubt" sein sollen.
Jetzt siehst du also, wieso man das Bohrmodell als etwas so radikal Neues empfunden hat! Es besagte, dass man Energie nur in kleinen Paketen verändern kann. Diese werden Quanten genannt, und deshalb heißt diese Art von Physik Quantenmechanik.
Kommt daher auch der Ausdruck "Quantensprung"?
Ja. Paradoxerweise ist die umgangssprachliche Bedeutung dieses Ausdrucks ein großer Sprung, aber die Physiker gebrauchen den Ausdruck, wenn sie vom Übergang zwischen erlaubten Bahnen reden, was im Allgemeinen ein sehr, sehr kleiner Sprung ist. Die wichtige Eigenschaft ist, dass der Sprung nicht in kleinere Schritte zerlegt werden kann. Für das sich bewegende Elektron bedeutet es alles oder nichts.
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